Pole Poppenspäler Tage 2017 - Rückblick

Mascha KalékoSindbad der Seefahrer
Blubb!
Meininger Staatstheater
Blubb ist ein Wassertropfen, der auf Eva’s Biohof in einem heißen Sommer den Anschluss an seine Familie verliert: an den Großvater, die Eltern und Geschwister und auch an sein heiß geliebtes Blubbinchen – Blubb hat sich einfach vertrödelt. Schließlich tropft er aus dem Wasserhahn und macht sich auf die Suche nach einem Weg zum Ozean immer in der Hoffnung, seine Familie wiederzutreffen. Auf dem Weg zum Bach rutscht er in eine Erdspalte bis zum Wurzelpeter. Nach einer kurzen Plauderei geht es dann quasi per Lift wieder ans Tageslicht, wobei Blubb noch sehr hilfreich für Wurzelpeters durstige Blume ist. Nun sitzt er auf der Blume und muss wieder nach dem Weg fragen. Da kommt die Biene gerade recht, die ihn, wie ein Hubschrauber, mitnimmt zur Wiese nahe dem Bachlauf. Hier trifft er die Raupe und kann sie vor dem Verdursten retten.
Vor allem aber zieht in einer Wolke sein Blubbinchen vorüber, erkennt ihn am Boden und lässt sich wagemutig fallen. Gemeinsam machen sie sich auf den Weg zum Ozean, um die anderen Familienmitglieder wieder zu finden. . .
Maria Zoppeck agierte mit den Tischfiguren Blubb und Blubbinchen, vor allem jedoch mit farbigen Schatten im Stil tschechischer Zeichentrickfilme mit aufwendiger Geräuschkulisse und (leider) in weiten Teilen auf Band gesprochen. So konnten den verschiedenen Protagonisten zwar deutlich unterscheidbare Stimmen gegeben werden, doch nahm es dem Spiel viel von seinem Livecharakter weil eine Reaktion auf Publikumszurufe nicht möglich war.
Insgesamt eine schöne Spielidee mit feinen Bildern, die aber gern noch etwas weiter entwickelt werden darf.
Mascha KalékoSindbad der Seefahrer
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